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Die intradialytische parenterale Ernährung (IDPN) zur Behandlung mangelernährter Hämodialyse-Patienten findet breite Anwendung. Die genauen Vorteile dieser Therapiemethode sind offenbar jedoch nicht genau bekannt. Kanadische Wissenschaftler der Fraser Health Pharmacy Services, Fraser Valley und der University of British Columbia, St. Paul's Hospital, Vancouver, British Columbia, haben die Evidenzlage bezüglich der Verwendung einer IDPN deshalb vor kurzem näher untersucht. Hierzu führten 2 Forscher eine systematische Literaturrecherche unter der Vorgabe folgender Schlüsselwörter durch: Intradialytische parenterale Ernährung oder intradialytische totale parenterale Ernährung in Kombination mit Nierendialyse, Nierenversagen oder chronischer Nierenerkrankung sowie parenterale Ernährung, intravenöse Ernährung oder intravenöse Fütterung. Anhand dieser Recherche konnten die Wissenschaftler lediglich 3 verwertbare, randomisierte, kontrollierte Studien identifizieren, wobei nur eine von ihnen eindeutige klinische Endpunkte zum Ziel hatte. Insgesamt reichten die Daten nicht aus, um eine zuverlässige Metaanalyse zum Thema durchzuführen. Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass die Evidenz klinischer Studien hinsichtlich der IDPN zur Behandlung mangelernährter Hämodialyse-Patienten vollkommen unzureichend ist und so weder die Vor- noch die Nachteile dieser Therapiemethode dargestellt werden können. Aus diesem Grunde fordern die Experten, dass jeder Patient, bei dem eine intradialytische parenterale Ernährung notwendig scheint, künftig Teilnehmer einer klinischen Studie sein oder zumindest registriert werden sollte. Nur so kann über den klinischen Nutzen einer IDPN bei Hämodialyse-Patienten mit Mangelernährung eine klare Aussage getroffen werden, so die Autoren.
Abstract aus Journal of Renal Nutrition 2010, Vol. 20 (1), pp. 1-7
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